:: Ambrosia-News

« zurück | Update: 11.06.2012

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Deutschland - Juni 2012:
Am 23. Juni 2012 findet der erste Internationale Ambrosia-Tag statt. Er wurde von der «International Ragweed Society» (IRS) proklamiert und soll signalisieren, dass das hochallergene Unkraut aus der Familie der Korbblütler ein grenzüberschreitendes Problem darstellt. So arbeiten Biologen, Landwirtschaftsexperten und Behördenvertreter aus Europa und Übersee seit Jahren gemeinsam an Projekten und Lösungen, um eine weitere Verbreitung von Ambrosia aufzuhalten. Schweizer Forscher machen an vorderster Front mit. (Allergiezentrum Schweiz / internationalragweedsociety.org)

Deutschland - November 2010:
Vom 07. bis 08.12.2010 findet am Julius Kühn-Institut, dem Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen in Braunschweig, das nächste Treffen der interdisziplinären Arbeitsgruppe Ambrosia statt. (www.jki.bund.de/ambrosia)

Deutschland - November 2009:
Vom 23. bis 24.11.2009 findet am Julius Kühn-Institut, dem Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen in Braunschweig, das nächste Treffen der interdisziplinären Arbeitsgruppe Ambrosia statt. (www.jki.bund.de/ambrosia)

Deutschland - Dezember 2008:
Vom 03. bis 04.12.2008 findet am Julius Kühn-Institut, dem Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen in Braunschweig, das nächste Treffen der interdisziplinären Arbeitsgruppe Ambrosia statt. (www.jki.bund.de/ambrosia)

Deutschland - Juni 2008:
Der Ruf nach Maßnahmen gegen die Ambrosia-Ausbreitung scheint in weiten Teilen der Bundesrepublik endlich angekommen zu sein. Während sich im Vorjahr nur vereinzelte Verwaltungen an die Öffentlichkeit wandten, so folgen dieses Jahr eine weitaus größere Zahl von Landesämtern den Empfehlungen ihrer Landesregierungen und wenden sich mit eindeutigen Presse-Mitteilungen an ihre Bevölkerung. Unter anderen hat Bayerns Gesundheitsminister Otmar Bernhard dazu aufgerufen, die Ausbreitung der Ambrosia zu verhindern und auftretende Ambrosiapflanzen zu beseitigen. In Bayern, wo bereits seit 2007 ein vorbildlich publiziertes Aktionsprogramm existiert, sind die Bemühungen im Kampf gegen eine Ambrosia-Ausbreitung auch am deutlichsten wahrzunehmen. (ambrosia.de)

Schweiz - Juni 2008:
Am Montag, 16. Juni 2008, findet der diesjährige Ambrosia-Ausreisstag in der Schweiz statt. Organisiert wird er von der Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW, in diesem Jahr in Zusammenarbeit mit dem Bildungsprogramm GLOBE Swiss. Im Vorjahr teilten die Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW, MeteoSchweiz, das Schweizerische Zentrum für Allergie, Haut und Asthma sowie die Schweizerische Gesellschaft für Aerobiologie in einem gemeinsamen Kommunikee mit, dass eine unkontrollierte Ausbreitung der Ambrosia zu einem großen gesundheitlichen Problem und auch zu einer Gefahr für Landwirtschaft und Pflanzenvielfalt werden könnte. Als effizienteste und kostengünstigste Bekämpfungsart wird das systematische Ausreißen der Pflanze empfohlen. Im Juni sei der Zeitpunkt ideal, da die Pflanzen leicht zu identifizieren seien und noch keine Pollen freisetzen. (ACW)

Österreich - August 2007:
Im Rahmen des Projekts StartClim2005 - "Klimawandel und Gesundheit" widmeten sich Österreichische Wissenschaftler des privaten Forschungsinstituts VINCA und des Umweltbundesamts der Rekonstruktion des Ausbreitungsverlaufs der Ambrosia in Österreich. Aktuell ist ihre Hauptverbreitung auf die warmen Tieflagen Ostösterreichs beschränkt. Als Folge des Klimawandels ist allerdings eine rasante Ausbreitung der Art in andere Teile Österreichs zu befürchten und damit eine Zunahme der von der Ambrosia ausgelösten Allergien. Das Ausmaß dieser Arealerweiterung unter verschiedenen Klimawandelszenarien wurde hier mit Hilfe von Simulationsmodellen eingeschätzt. Die Modelle basieren auf einer vorhergehenden klimatischen und biogeographischen Charakterisierung des aktuellen Areals der Ambrosia in Österreich unter Verwendung von Kartierungsdaten in Kombination mit Klima- und Umweltdaten. Die Ergebnisse dieser Analyse zeigen, dass selbst bei sehr vorsichtigen Schätzungen der Temperaturzunahme (rund +2°C im Juli) bis zum Jahr 2050 eine Versechsfachung der potentiell besiedelbaren Fläche realistisch ist. (Bericht auf Deutsch )

Deutschland - Juni 2007:
Angeregt durch das "Aktionsprogramm Ambrosia" der Biologischen Bundesanstalt (BBA), wurde die Ambrosia-Problematik nun auf hoher politischer Ebene wahrgenommen und sogleich im von Bundesverbraucherminister Horst Seehofer im Frühjahr vorgestellten "Aktionsplan gegen Allergien" festgehalten. Ziel sei es darin u. a. auch, ein wirksames Maßnahmenprogramm gegen die Einschleppung und Verbreitung von Ambrosia zu erarbeiten, welches noch 2007 wirksam werden soll. Das Bundesverbraucherministerium hat die zuständigen Behörden aller Bundesländer außerdem darüber informiert, wie Ambrosia bereits im Rahmen des Pflanzenschutzgesetzes bekämpft und ihre weitere Ausbreitung eingedämmt werden kann. Bei Bedarf kann der Pflanzenschutzdienst jedes Bundeslandes das Vernichten der allergenen Pflanzen oder eine Meldepflicht anordnen. (BBA)

Schweiz - Juni 2007:
In der Schweiz wird medienwirksam dazu aufgerufen, am 25. Juni unter dem Motto "nationaler Ausreißtag" der Ambrosia-Ausbreitung entgegen zu wirken. Die Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW, MeteoSchweiz, das Schweizerische Zentrum für Allergie, Haut und Asthma sowie die Schweizerische Gesellschaft für Aerobiologie teilten in einem gemeinsamen Kommunikee mit, dass eine unkontrollierte Ausbreitung der Ambrosia zu einem großen gesundheitlichen Problem und auch zu einer Gefahr für Landwirtschaft und Pflanzenvielfalt werden könnte. Als effizienteste und kostengünstigste Bekämpfungsart wird das systematische Ausreißen der Pflanze empfohlen. Im Juni sei der Zeitpunkt ideal, da die Pflanzen leicht zu identifizieren seien und noch keine Pollen freisetzen. Bei der Bekämpfung von Ambrosia seien alle gefordert: Hausbesitzer, Hobbygärtner, professionelle Gartengestalter, Landwirte, zuständige Fachstellen und Interessenverbände sowie Behördenvertreter auf allen Ebenen. (SF)

Deutschland - Dezember 2006:
Im Rahmen des 2. Interdisziplinären Workshop zum Neophyten Ambrosia artemisiifolia an der Biologischen Bundesanstalt in Braunschweig waren sich über 40 Experten verschiedener Gebiete insgesamt darüber einig, dass eine zunehmende Ausbreitung von Ambrosia durch unachtsames Handeln derzeit gefördert wird und dies zu einer gesundheitlichen Beeinträchtigung der Bevölkerung führen kann. Außerdem seien erhebliche Behandlungskosten sowie volkswirtschaftliche Schäden zu erwarten, so ein Rechenbeispiel des Schweizer Herrn Christian Bohren von der staatlichen Forschungsanstalt für landwirtschaftlichen Pflanzenbau ACW in Nyon. Die Pollenfallen des Deutschen Wetterdienstes haben 2006 eindeutig mehr Ambrosiapollen als in den Vorjahren registriert. Die höchste 2006 in Deutschland gemessene Konzentration ermittelte eine Messstation in Dresden. Jedoch sei dies überwiegend dem Ferntransport durch oft Tage lang anhaltenden Südostwind zuzuschreiben. Man müsse in Zukunft aber noch genauer untersuchen, wie sich die Pollen über Europa verteilen, um dessen Ursprung im eigenen Land bestimmen zu können, so die Wetterexperten des DWD. Der Potsdamer Arzt und Allergologe Herr Dr. Hans-Joachim Lüdcke regte an, die Ambrosia-Problematik in den nationalen Aktionsplan gegen Allergien von Horst Seehofer einzubringen. Während sich Ambrosia hierzulande noch nicht nachweislich stark ausgebreitet hat, stellen verunreinigte Saatgut- und Futtermischungen die größte Ausbreitungsgefahr dar. Man möchte nun noch stärker auf die Produzenten und Lieferanten einwirken, kündigte Herr Dr. Uwe Starfinger von der BBA an. (ambrosia.de)

Deutschland - September 2006:
Das Stuttgarter Regierungspräsidium und die Berliner Senatsverwaltung für Gesundheit haben dazu aufgerufen, die Ausbreitung der Ambrosia-Pflanze in Deutschland zu verhindern und raten, die Pflanze vor der Blüte mitsamt Wurzeln zu entfernen und deren Standort zu melden. Auf Anfrage teilte uns das Berliner Pflanzenschutzamt jedoch mit, dass wegen fehlender Meldepflicht derzeit keine Meldungen über Ambrosia-Vorkommen in Berlin entgegen genommen werden und eine systematische Erfassung deshalb nicht erfolgt. Weil zuständige Behörden, wie diese, in Deutschland untätig bleiben oder nur regional tätig sind, beginnen zunehmend auch andere, der Ambrosia-Gefahr aktiv zu begegnen. Vereinzelte Landkreise, betroffene Gemeinden und Wohnsiedlungen, zahlreiche Vereine und Institute erstellen derzeit Informationsblätter, protokollieren Befunde und/oder organisieren Kontrollen sowie entsprechende Maßnahmen, um ihre Gebiete vor einer Ambrosia-Ausbreitung zu schützen. (ambrosia.de)

Deutschland - September 2006:
Kurz nachdem auch in Deutschlands Hauptstadt drei größere Ambrosia-Standorte entdeckt wurden, fand man deren hochallergenen Pollen nun erstmals in einer Messstation in Berlin Steglitz . Die aktuelle Konzentration von Ambrosiapollen kann bei empfindlichen Personen zu teils heftigen Allergiereaktionen führen, während Gräserpollen um diese Jahreszeit nur noch eine relativ schwache Belastungen darstellen. Fachleute und Forscher versuchen nun, die oberen Behörden auf die Ambrosia-Problematik aufmerksam zu machen. Dort habe man bereits Kenntnis über Ambrosia-Standorte. Doch wie uns Sandra Kannabei vom Institut für Meteorologie der Freien Universität in Berlin berichtete, seien einzelnen Bezirksämtern Berlins die Hände gebunden, solange kein OK von Oben kommt. (ambrosia.de)

Kanada / Schweiz - September 2006:
Eine Wissenschafterin der Universität Freiburg hat ein Verfahren entwickelt, mit dem die Belastung durch Ambrosiapollen in der Luft genauer vorhergesagt werden kann. Die Geografin Joëlle Goyette-Pernot entwickelte das computer-simulierte Verfahren in der Gegend um Montreal (Kanada), wo die Asthmapflanze besonders stark verbreitet ist und viele Allergiker darunter leiden. Ihre Erkenntnisse möchte die Wissenschaftlerin nun bei der Vorhersage von anderen Risikogebieten anwenden. So sollen demnächst Pollenallergiker in der Schweiz in den Vorteil präziserer Pollenflugvorhersagen kommen. (ambrosia.de)

Schweiz / Deutschland - August 2006:
Viele Gemeinden in der Schweiz führen in diesen Wochen flächendeckende Kontrollen an öffentlichen Grünflächen, Böschungen und Straßenrändern durch und gehen engagiert gegen eine Ambrosia-Ausbreitung vor. Während auch in weiteren Ländern öffentliche Aufklärungs-Kampagnen stattfinden und entsprechende Maßnahmen inzwischen Gesetz sind, blieben deutsche Behörden beinahe untätig. Zwar wurden regional Bestandsaufnahmen und Untersuchungen durchgeführt, doch eine öffentliche Aufklärung sowie bundesweite Maßnahmen sind in Deutschland bislang Fehlanzeige! Währenddessen erreichen uns täglich mehrere Meldungen über neue Ambrosia-Populationen in Süd- und Mitteldeutschland, insbesondere von ratsuchenden Landwirten und überraschten Privatgärtnern. Wie unsere Recherchen ergaben, sind beinahe alle Befunde in Privatgärten allein auf den Umgang mit Ambrosia-Samen kontaminiertem Vogelfutter zurückzuführen. (ambrosia.de)

Schweiz - Juli 2006:
Am 1. Juli ist die angepasste Pflanzenschutzverordung zum Landwirtschaftsgesetz in Kraft getreten. Dies bedeutet, dass in der Schweiz bezüglich Ambrosia ab sofort eine Melde- und Bekämpfungspflicht besteht. Der Bund kann Abfindungen an Eigentümer entrichten, die Kulturverluste durch Ambrosia erleiden (Art. 37/2c PSV) und darüber hinaus Extraaufwendungen für Bekämpfungsmaßnahmen unter bestimmten Bedingungen entschädigen (Art. 29/1-5 PSV). Die Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW ruft zu einer landesweiten Aktion auf und informiert die Bevölkerung durch Faltblätter über die Ambrosia sowie Bekämpfungs- und Entsorgungsmassnahmen. Die Faltblätter wurden den rund 3.000 schweizer Gemeinden zugestellt. (BAFU, umwelt-schweiz.ch)

Deutschland - Juli 2006:
Derzeit läuft zum Thema Ambrosia-Gefahr auch ein Forschungsprojekt bei der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst. Bis Ende des Jahres werden erste Ergebnisse erwartet. (PID)

Österreich - Juni 2006:
An der Salzburger Universität gibt es einen europaweit einzigartigen Forschungsschwerpunkt zur Ambrosia. Ein ganzes Team versucht, den Tücken der Pflanze auf die Schliche zu kommen und entwickelt einen Impfstoff. Dies wird jedoch fünf bis zehn Jahre dauern, meint die Leiterin der Forschungsgruppe Fatima Ferreira an der Universität in Salzburg.

Italien - Juni 2006:
In der Poebene hat sich das Traubenkraut im Laufe der letzten fünf Jahre massiv ausgebreitet. Es kommt jährlich zu starken Emissionen von Ambrosiapollen und der Asthma-Anstieg in diesem Gebiet ist etwa um das Fünffache höher, als vor ungefähr 10 Jahren. (Prof. Heidrun Behrendt vom Zentrum Allergie und Umwelt der TU München)

Italien / Deutschland - Januar 2006:
Das Traubenkraut wird auch in Deutschland zum Problem werden, zunächst vor allem in den östlichen Bundesländern. Insbesondere die verlängerte Wachstumsperiode durch die gehäuften warmen Spätsommer kommt dem Traubenkraut zugute. In Regionen Italiens oder Frankreichs, in denen viel Ragweed gedeiht, leiden bis zu zwölf Prozent der Bevölkerung an einer Ragweed-Allergie - also mehr als jeder Zehnte. Aus den italienischen Verbreitungsgebieten ist bekannt, dass die Allergierate innerhalb von fünf Jahren um 60 Prozent gestiegen ist. Erst kürzlich wurden auch aus der Schweiz steigende Erkrankungszahlen gemeldet. Die Betroffenen treibt es zur Blütezeit der Pflanze Ende August/Anfang September in Scharen zu den Ärzten. Die Behandlung von Patienten mit einer Ragweed-Allergie allein am zentralen Klinikum von Mailand kostete im Jahr 2002 knapp 1,4 Millionen Euro. Sogar Menschen, die in Gegenden wohnen, in denen Traubenkraut gar nicht gedeiht, sind vor den Pollen nicht sicher. Die Pollen wurden sogar schon am Polarkreis in Finnland nachgewiesen. Sie stammten wahrscheinlich aus der Ukraine. (Ärzteverband Deutscher Allergologen / Biologe Ass. Prof. Dr. Siegfried Jäger vom Universitätsklinikum für HNO-Krankheiten in Wien)

Österreich - Januar 2006:
In Österreich hat der rasante Ausbreitungsprozess schon 1991 begonnen. Größere Bestände finden sich inzwischen im Marchfeld, Teilen des Weinviertels, des Wiener Beckens und Tullerfeldes. Bereits etwa 35 Prozent aller Allergiker Ostösterreichs reagieren auf Pollen des Traubenkrauts. In Wien ist mit der Pollenkonzentration auch die Sensibilisierungsrate angestiegen. Das besonders betroffene Land Niederösterreich beschäftigt sich intensiv mit der Problematik der Ambrosia. So wurde beispielsweise am 18.01.2006 ein Workshop zum Thema Ambrosia von der Niederösterreichischen Landesakademie und dem Straßenbetrieb des Amtes der NÖ Landesregierung durchgeführt, an dem sich 130 Teilnehmer beteiligten.

Deutschland - November 2005:
Es ist zu befürchten, dass die Ambrosia auch bei uns zum Problem wird. Wer die Pflanzen in seinem Garten findet, sollte sie bekämpfen. Am besten reißt man sie vor der Blütezeit aus - immer mit Handschuhen, da sonst Hautirritationen ausgelöst werden könnten. Während der Blütezeit sollte man sich mit einer Staubmaske vor den Pollen schützen, denn der wiederholte Kontakt kann Allergien hervorrufen. Menschen, die bereits unter Allergien leiden, sollten diese Arbeit nicht selbst durchführen. (Wissenschaftlerin Dr. Ph. D. rer. nat. Gritta Schrader an der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft BBA im Rahmen des ersten Interdisziplinären Workshops zur Ambrosia artemisiifolia am 28.11.2005 in Braunschweig)

Österreich - August 2005:
Im Jahr 2004 wurden in Niederösterreich vermehrt Ambrosia-Pollen nachgewiesen. Deshalb wurde von der Abteilung Umwelthygiene beim Amt der NÖ Landesregierung ein Maßnahmenpaket geschnürt: Alle Mitarbeiter der Straßenmeistereien im Weinviertel und im Industrieviertel wurden in der Erkennung des Traubenkrauts geschult. Prompt wurden 60 Standorte entlang von Straßen erfasst. (Land Niederösterreich / Abteilung Umwelthygiene)

Schweiz - August 2005:
Um die Ausbreitung von Ambrosia und anderen invasiven gebietsfremden Organismen besser in den Griff zu bekommen, werden zurzeit mit der Revision verschiedener Verordnungen neue Rechtsgrundlagen geschaffen. Allerdings gibt es schon jetzt genügend Handhabe um gegen die Ambrosia aktiv zu werden. So schreibt die Futtermittelbuch-Verordnung (FMBV, SR 916.307.1, Anhang 10) seit März 2005 vor, dass Saatgut und Futtermittel für Heimtiere (auch Vogelfutter!) frei von Ambrosiasamen sein müssen. Für den Vollzug sind nach wie vor die Kantone zuständig. (BAFU, umwelt-schweiz.ch )

Ungarn - August 2005:
In Ungarn, wo die Ambrosia inzwischen weit verbreitet ist, hat die Regierung endlich Maßnahmen zur Aufklärung und gezielter Bekämpfung der Pflanze beschlossen. Grundbesitzer sind nun außerdem verpflichtet, die Ambrosia vor der Blütezeit zu vernichten, damit sie keine Samen ausbilden können. Das Nichtbeachten dieser Vorschrift wurde regional sogar mit einem Bußgeld belegt. (ambrosia.de)

Schweiz - August 2004:
Die Agronomin Vanda Ciotti vom Naturhistorischen Museum Lugano hat über ein Jahr lang die Verbreitung des Traubenkrauts untersucht und im Tessin 77 Populationen aufgespürt. "Es ist beeindruckend: Entlang der Autobahn von Mailand nach Chiasso sieht man die Ambrosia überall."

Österreich / Deutschland - Juli 2003:
In Wien ist der Anteil der Allergiker, die auf Ambrosia reagieren, in fünf Jahren von 18 auf 37 Prozent gestiegen. Inzwischen wächst das Traubenkraut auch schon in Südschweden und Norditalien. In Deutschland vermehrt es sich zunehmend im gesamten Rheingebiet und es ist davon auszugehen, dass es sich weiter ausbreiten und an klinischer Relevanz zunehmen wird.

USA - März 2003:
Der globale Klima-Wandel wird Allergikern das Leben noch schwerer machen. Wie Forscher der "Harvard School of Public Health" errechnet haben, werden bis Mitte des Jahrhunderts wesentlich mehr aggressive Pollen durch die Luft fliegen. Ihren Prognosen legen die Harvard-Wissenschaftler um Paul Epstein die Annahme zugrunde, das Aufkommen atmosphärischen Kohlendioxids werde sich infolge des Klimawandels verdoppeln. In Zuchtversuchen pflanzten die Harvard-Forscher Ambrosia in Behältern, deren Luft mit der doppelten Menge Kohlendioxid (CO2) angereichert wurde. Die Pflanzen produzierten daraufhin 61 Prozent mehr Pollen, schreiben die Forscher im Fachblatt "Annals of Allergy, Asthma, & Immunology". (jkm)

Ungarn / Italien / USA / Kanada - September 2002:
In Ungarn wird die Bevölkerung neuerdings mit Steckbriefen über die Gefahren des Unkrauts informiert und aufgerufen, das Unkraut, wo immer es wächst, sofort auszureißen. In Italien und den USA gibt es bereits radikale Bekämpfungsprogramme, die die Ausbreitung der Ambrosia verhindern sollen. Auch in Kanada drohen Grundbesitzern, die Ambrosiapflanzen nicht entfernen, nun hohe Geldstrafen. (ambrosia.de)

Ungarn - Juli 2000:
Nach Schätzungen leiden in Ungarn etwa zwei Millionen Einwohner (also praktisch jeder Fünfte) an einer Allergie verschiedenen Grades und unterschiedlichster Natur. Die meisten Allergiker haben vor allem im August mit dem Traubenkraut zu kämpfen. Wenn nicht bald ein umfangreiches Vorbeugungsprogramm beginnt, könnte nach Schätzungen der Experten innerhalb der nächsten 15 Jahre bereits die Hälfte der Bevölkerung Ungarns von allergischen Erkrankung angefallen sein. Vor allem bei den jüngeren Generationen scheint die fehlende Widerstandsfähigkeit des Immunsystems ein Massenproblem zu sein: Bei Mittelschülern in den Bezirken von Süd-Pest betrug der Anteil der Allergiekranken 30 Prozent. Bei Grundschülern in kleineren Provinzstädten sogar schon 40 Prozent. (Budapester Zeitung, bz.hu)

Italien - März 1999:
Ab sofort werden alle nicht genutzten Agrarflächen, öffentliche Grünflächen, Grünareale der Industrie, Straßenzüge, Autobahnen, Bahntrassen, usw. genau observiert, ob Ambrosia dort vorkommt. Befunde müssen kartiert und veröffentlicht werden. Die im Dekret 25522 genannten Verantwortlichen sind verpflichtet, diese Flächen in der Zeit von Juni bis August zu säubern und frei von Ambrosia zu halten. In diesem Zeitraum sind mindestens drei Mähungen vorgeschrieben. (Verordnung des Gesundheits-Vorsorgedienst der Sanitären Generaldirektion der Region Lombardei vom 29.3.1999)


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